daily.shit

.info

Home
About...
Contact
Gästebuch

.news

Archive

Faith Dawn @ Facebook
Faith Dawn @ MySpace

Melodic Rock Inside
Melodic-Rock-Inside @ Facebook
Melodic Rock Inside @ MySpace

.festivals

Rock The Nation 2011
Shout It Out Loud 2011
Firefest 2011
Bang Your Head 2011
Rock Of Ages 2011
Summer Breeze 2011
Nova Rock 2011
Metalfest 2011
W:O:A 2011

.Concerts

.:coming soon:.

credits

designer design
Warum ich ab sofort zweimal Geburtstag habe...

Manchmal spielt das Leben komische Spiel mit einem, das mußte ich diese Woche erfahren. Ich bin mit mehr als Glück aus einer lebensgefährlichen Situation entkommen. Aber dazu muß ich ein paar Tage zurückgehen.

Verena und ich waren am Donnerstag zum Shoppen verabredet. Wir fuhren zum Stachus und gingen erst in den Kaufhof um den Zeiteisen neues Leben in Form von Batterien einzuhauchen und anschließend ins Restaurant zum Goldenen M. Nach Speis und Trank wendeten wir uns der geistigen Nahrung zu in dem wir den Hugendubel besuchten. Es war schon sehr seltsam, was uns dort begegnetet. Wir stolperten die ganze Zeit über Bücher, wie "seltsame Todesanzeigen" oder ähnliches. Jedenfalls ging es immer und immer wieder um den Tod. Wir schauten uns gegenseitig sichtilich irritiert an, nahmen es aber anschließend nicht weiter zur Kenntnis und fuhren nach einem weiteren Bummel im Saturn nachhause.

Am nächsten Abend mußte ich arbeiten. Eigentlich wollte ich mit dem Auto meines verstorbenen Vaters fahren, aber nachdem meine Mutter früher von der Arbeit kam, bot sie mir an mit dem kleinen schwarzen Peugout 106 zu fahren, da dieser ja schon abgetaut sei. Erst willigte ich ein, aber dann überkam mich plötzlich das Gefühl, es wäre besser wenn ich mit dem 206 GT fahre. Also befreite ich das gute Stück von Schnee und Eis. Das Wetter war furchtbar. Nicht nur, dass Schnee lag, es fing ganz fein zu regnen und auch noch zu nebeln. Ich fuhr also dem Wetter angepasst nach Bad Tölz. Wir hatten einen eher ruhigen Abend, daher machten wir früher Schluß. Gegen 3 Uhr verließen wir das Lokal. Ich half meiner Kollegin noch beim Eiskratzen und machte mich auf den Heimweg. Ich fuhr die Strecke über Königsdorf. Es war sehr glatt und ich fuhr dem Wetter angepasst. Nach der ersten kritischen Kurve bei Unterholzen passierte es dann. Ich fuhr langsam durch die Kurve und aus ihr raus. Ich hatte wenn überhaupt max. 30 km/h drauf. Nach der Kurve brach das Heck nach rechts aus, ich lenkte leicht dagegen und geriet auf eine weitere Eisplatte und hatte somit das Auto nicht mehr unter Kontrolle. Das Fahrzeug legte eine 180°-Drehung hin und rutschte weiter auf die Bäume zu mit der Fahrerseite voraus. Ich konnte garnichts machen außer mich krampfhaft am Lenkrad festzuhalten und keine Pedale zu benutzen. Was aber genau passierte, kann ich nicht sagen, denn ich hatte einfach nur panische Angst. Mein ganzes Leben spielte sich vor mir ab wie ein Film. Das einzige, was ich noch mitbekam war als ich mit den Reifen ins Gelände rutschte und in dem Moment stieg ich auf die Bremse. Das Auto stand. Es kam zum Stehen ca. 2 m von den Leitplanken entfernt und ca. 1 m von den Bäumen weg.

Als mir bewußt wurde, dass es zu keinem Aufprall kam, machte ich den Warnblinker an und verließ den Wagen, um nach den Schaden zu sehen und um frische Luft zu schnappen. Ich stand unter Schock und mir floßen die Tränen runter. Kurze Zeit später kam ein weiteres Auto, welches aber einfach weiterfuhr. Ich suchte nach Schäden, aber morgens gegen halb vier im Winter sieht man auch nicht sehr viel. Also stieg ich wieder ins Auto meines Vaters und versuchte es zu starten. Es sprang ohne zu Mucken an. Ich kam sogar eigenständig aus dem Gelände wieder raus, trotz Schnee und Eis. Ich wendete als wieder ein Fahrzeug kam, dass langsam an mir vorbeifuhr, aber auch nicht stehen blieb. Ich riss mich zusammen und fuhr langsam weiter bis Wolfratshausen ins Magic Casino. Dort angekommen, suchte ich draußen nach Schäden am Fahrzeug. Es gab keine. Man muß dazu sagen, dass ich keinerlei Sicherheitstraining oder ähnliches jemals hatte.

Wie durch ein Wunder blieb ich ganz und gar unverletzt und an dem Auto ist kein Schaden, nichtmals ein Kratzer. Jeder andere hätte sich wohl errannt, aber ich hatte mehr als Glück. An diesem Morgen hatte ich wohl an jedem Reifen einen Schutzengel und ich glaube auch, dass mein Vater mich beschützt hat.

Aber das wirklich Gruselige an dieser Geschichte wurde mir erst heute durch den zufälligen Blick auf den Kalender bewußt: Dieser "Unfall" ereignete sich am Samstag, 09.01.2010 gegen 3:40 Uhr morgens, mein Vater verstarb am Freitag, den 09.10.2009 gegen 3:40 Uhr morgens - genau drei Monate zuvor.
10.1.10 18:49
 

Gratis bloggen bei
myblog.de